Geschichte

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Geschichte von Aadorf

Erste Zeugnisse menschlicher Existenz in der Region Aadorf stammen aus der Bronzezeit (1800–800 vor Christus). Die Alemannen lassen sich im sechsten bis achten Jahrhundert in der Region nieder. Aus dieser frühmittelalterlichen Zeit stammen zwei Gräberfelder in der Sonnenhalde bei Wittershausen (Grabung 1936) und in Wittershausen (Grabung 1942).

886Erste urkundliche Erwähnung von Aadorf als "Ahadorf"
894Das Dorf und die St. Alexander Kirche kommen unter die Obhut des Klosters St. Gallen
1249Das Zisterzienserinnenkloster Tänikon wird gegründet
1413Das Kloster St. Gallen verkauft Aadorf an das Frauenkloster Tänikon
1424Die Lützelmurg wird thurgauisch-zürcherischer Grenzfluss
1469Die Offnung regelt das Rechtsverhältnis zwischen dem Kloster und der Gemeinde
1611Die Pest wütet in Aadorf und Umgebung
1788Ausbau der Überlandstrasse von Aadorf über den Tuttwiler Berg
1798Das Kloster Tänikon verliert die Gerichtsherrschaft über Aadorf, Ettenhausen und Guntershausen. Die Aadorfer Bürger organisieren sich allmählich als selbständige Gemeinde.
1803Gründung des Kantons Thurgau. Die Ortsgemeinden Aadorf, Aawangen, Ettenhausen, Guntershausen und Wittenwil bilden die Munizipalgemeinde Aadorf.
1827Dem grossen Brand beidseits der Hauptstrasse fallen 15 Häuser zum Opfer
1827Mit der Spinnerei im Unterdorf entsteht der erste Industriebetrieb
1831Bau des "Löwen", in dem die erste Post untergebracht ist
1848Der Thurgauer Grosse Rat hebt das Klosters Tänikon auf
1855Die Bahnlinie Winterthur-Wil wird eröffnet
1857Aadorf erhält eine eigene Sekundarschule
1865Bau der jetzigen katholischen Kirche
1869Der Bundesrat teilt das Aadorfer Feld auch kirchlich und schulisch endgültig dem Kanton Zürich zu
1892Einführung des Telefons
1905Einführung der Elektrizitätsversorgung
1910Konkurs der Spar- und Leihkasse Aadorf, die der Bürgergemeinde gehört
1912Neubau des Bahnhofs Aadorf. Der damals geplante Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. findet jedoch nicht statt.
1925Eröffnung der Postautolinie Frauenfeld-Aadorf
1930Mit der "Aadorfer Zeitung" verfügt das Dorf bis 1973 über ein eigenes Organ.
1959Bau der evangelischen Kirche; die bisher paritätische Kirche wird den Katholiken überlassen.
1966Bau des Schwimmbades "Heidelberg"
1969Eröffnung der Autobahn A1 mit einem Zubringer in Wittenwil
1973Die regionale Abwasserreinigungsanlage Aadorf (ARA) nimmt den Betrieb auf
1977Eröffnung des Alters- und Pflegeheims AAHEIM
1982Renovation und Umbau des Bahnhofs
1990Eröffnung der Gemeinde- und Schulbibliothek
1996Auf den 1. Januar 1996 entsteht aus den fünf Ortsgemeinden Aadorf, Aawangen, Ettenhausen, Guntershausen und Wittenwil sowie der Munizipalgemeinde Aadorf die Politische Gemeinde Aadorf. Sie ist mit 7200 Einwohnern die siebtgrösste Thurgauer Gemeinde.
1998Fertigstellung des Gemeinde- und Kulturzentrums.

 Albert Knoepfli: Geschichte von Aadorf. 1987. Auszug aus:
Albert Knoepfli: Geschichte von Aadorf. 1987.
Das Buch (Fr. 80.–) ist erhältlich bei: Bürgergemeinde Aadorf; Raiffeisenbank Aadorf und Thurgauer Kantonalbank Aadorf.