Leitbild

Leitbild Aadorf1. Gemeindeentwicklung

Mit der Ortsplanung wird eine autonome Gemeinde angestrebt, die als starke Partnerin in der Region Frauenfeld gilt.
Der Ortsteil Aadorf nimmt die Zentrumsfunktion wahr. Alle Ortsteile sollen massvoll wachsen, und den ländlichen Strukturen wird Rechnung getragen.
Aadorf soll eine aktive und attraktive Wohngemeinde mit qualitativ guten und diversifizierten Arbeitsplätzen bleiben.
Unter Wahrung der örtlichen Vielfalt soll eine Einheit gebildet werden, die eine hohes Mass an Lebensqualität garantiert.
Mit einer offenen Kommunikations- und Informationspolitik werden die Bürgerinnen und Bürger in die Gemeindeentwicklung einbezogen.
Durch eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Behörden, insbesondere mit den Schulbehörden, soll die gemeinsame Aufgabenerfüllung erleichtert werden.
Der Gemeinderat arbeitet zielorientiert und unternehmerisch.
Die Einwohnerinnen und Einwohner tragen mit Eigenverantwortung und Eigeninitiative zu einer positiven Gemeindeentwicklung bei.

2. Wirtschaft und Arbeit

Die optimale Verkehrslage und die Ortsplanung sind Grundlagen für den Erhalt und die Neuansiedlung von Arbeitsplätzen. Dabei ist eine Durchmischung von Klein- und Mittelbetrieben erwünscht.
Mit einem aktiven Standortmarketing wird die Ansiedlung neuer Betriebe angestrebt.
Eine ökonomische und ökologische Bewirtschaftung sorgt für den Erhalt der Landschaft.
Durch effiziente Bewilligungsverfahren und eine angemessene Tarif- und Gebührenpolitik werden attraktive Rahmenbedingungen geschaffen.
Der Gemeinderat pflegt periodisch Kontakte mit der Industrie und dem Gewerbe.
Die Gemeinde setzt sich dafür ein, dass Aadorf ein attraktiver Einkaufsstandort bleibt.
Mit arbeitsmarktlichen Massnahmen wird die schnelle Reintegration von Stellenlosen angestrebt.

3. Finanzen

Mit einer gemeinsamen Steuerfuss- und Finanzpolitik ist der Steuerfuss mittelfristig unter das kantonale Mittel zu senken.
Mit gezielter Werterhaltung wird ein hoher Investitionsschutz erreicht.
Mit einer langfristigen Finanz- und Investitionsplanung und dem Abbau von Schulden soll ein hoher Eigenfinanzierungsgrad erreicht werden.
Eine optimale Mittelbewirtschaftung und das Controlling bilden die Basis der finanziellen Führung.
Gebühren sind möglichst kostendeckend und wo sinnvoll nach dem Verursacherprinzip zu erheben.
Moderne Finanzführungsinstrumente werden nach Möglichkeit eingeführt.

4. Verkehr und Sicherheit

Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln nach Frauenfeld, Winterthur und Wil ist auf dem heutigen Stand zu halten. Zusätzlich wird eine S-Bahn-Haltestelle angestrebt.
Mit punktuellen Massnahmen wird die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt berücksichtigt und verbessert.
Die Parkplatzbewirtschaftung wird laufend überprüft.
Dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung wird angemessen Beachtung geschenkt.
Für die Bewältigung ihrer Aufgaben werden Feuerwehr, Zivilschutz und Gemeindeführungsstab zweckmässig organisiert. Angemessene Ausrüstung und Infrastruktur werden zur Verfügung gestellt und eine gute Ausbildung ermöglicht.

5. Umwelt und Energie

Die von der Gemeinde betriebene Umweltpolitik dient der Erhaltung der Lebenselemente Wasser, Luft und Boden.
Wichtige Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen sollen erhalten und ausgeweitet werden. Renaturierungsmassnahmen von privater Seite werden begrüsst.
In der Abfallbewirtschaftung wird dem Grundsatz "vermeiden, vermindern, wiederverwerten oder umweltgerecht entsorgen" nachgelebt.
Das Energiesparen und die Verwendung erneuerbarer Energien werden gefördert.
Eine qualitativ gute Trinkwasserversorgung und eine wirtschaftliche Energieversorgung werden sichergestellt.
Die Entsorgungs-, Wasser- und Abwassergebühren werden grundsätzlich nach dem Verursacherprinzip erhoben.

6. Soziales und Gesundheit

In Aadorf soll sich die Bevölkerung aller Generationen wohlfühlen.
Die Gemeinde unterstützt Einwohnerinnen und Einwohner, die sich in einer Notlage befinden und fördert die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Hilfeleistung erfolgt gezielt und fallbezogen. Die Gemeinde bietet zusätzliche Beratung und Unterstützung in echten Notlagen.
Die Spitex-Dienste werden auf bisherigem Leistungsniveau erhalten und wo notwendig den jeweiligen pflegerischen Bedürfnissen nach marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten angepasst.
Das aktuelle Altersangebot wird beibehalten und den sich ständig verändernden alterspolitischen Rahmenbedingungen angepasst.
Die Unterstützung von gesundheitspolitischen Massnahmen wird aktiv betrieben.
Die Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen wird im gesetzlichen Rahmen weitergeführt.

7. Kultur, Freizeit, Sport

Die Gemeinde begrüsst das vielseitige Vereinsangebot für verschiedenste Bedürfnisse und Alterskategorien und anerkennt die grosse Bedeutung dieser Institutionen für die kulturelle und sportliche Entwicklung sowie für die Lebensqualität in unserer Gemeinschaft.
Eigenleistungen und Eigeninitiative von in Kultur, Freizeit und Sport tätigen Vereinen und Gruppierungen werden nach Möglichkeit unterstützt.
Verschiedene Jugendangebote werden entsprechend den Bedürfnissen unterstützt und gefördert. Vereine, die Jugendarbeit leisten, werden unterstützt.
Das Gemeinde- und Kulturzentrum soll weiterhin aktiv als Begegnungsstätte genutzt werden.
Erhaltenswerte Kulturgüter werden bewahrt und der Nachwelt erhalten.
Kulturschaffenden werden Möglichkeiten zu Ausstellungen und Darbietungen gegeben.
Das Angebot der Bibliothek wird im bisherigen Rahmen aufrechterhalten.
Die Naherholungsgebiete sollen im heutigen Rahmen weiterhin genutzt werden können.

8. Verwaltung

Wir pflegen eine bürgernahe und effiziente Verwaltung und nutzen die vielfältigen Möglichkeiten für eine umfassende Information.
Als moderner Dienstleistungsbetrieb erfüllt die Gemeindeverwaltung ihre Aufgaben unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften.
Als Arbeitgeber bietet die Gemeinde ihren Angestellten moderne, attraktive Arbeitsbedingungen. Eine zukunftsgerichtete Infrastruktur steht zur Verfügung.
Die Verwaltung überprüft regelmässig Outsourcing-Möglichkeiten und das Dienstleistungsangebot.
Strukturen und Reglemente werden periodisch überprüft.
Der gezielten Aus- und Weiterbildung von Personal und Behörden wird ein hoher Stellenwert eingeräumt.
Neue Erkenntnisse über wirkungsorientierte Verwaltungsführung werden pragmatisch eingeführt.