Ziele

 Energiestadt Aadorf: Energiepolitische Ziele 2011-2014
(beschlossen vom Gemeinderat der politischen Gemeinde Aadorf am 20. April 2011)

Energiepolitische Grundsätze
Die Energiestadt Aadorf unterstützt die Ziele von EnergieSchweiz (bis zum Jahre 2020 gegenüber dem Stand von 2010):

- 20% Reduktion des Verbrauches fossiler Energie (Öl und Gas).
- 50% Erhöhung des Anteils erneuerbare Energie an der Gesamtenergie.
- Zunahme des Stromverbrauches erfolgt durch erneuerbare Energie.

Energiepolitische Ziele der Energiestadt Aadorf (abgeleitet aus den Zielen der Energierichtplanung 1999)

A. Energieverbrauch und CO2-Emissionen minimieren
1. Die CO2-Emissionen bei öffentlichen Bauten konnten gegenüber 1998 durch zusätzliche Anschlüsse an Holzwärmeverbünde und Ersatz von Heizöl durch Erdgas reduziert werden. Minimal soll mindestens der Stand von 2005 (rund 40% erneuerbare Wärme) beibehalten werden. Weitere Reduktionen sind mit folgenden Massnahmen anzustreben: Reduktion des Verbrauchs (Sparen), Nutzung von Abwärme, Einsatz erneuerbarer Energien, rationeller Energieeinsatz und Substitution von Erdöl durch Erdgas.

2. Der flächenspezifische Elektrizitätsverbrauch der öffentlichen Bauten ist seit 1998 in etwa konstant. Als Ziel soll der Verbrauch weiterhin nicht steigen. Im Gemeindehaus ist der relativ hohe Elektrizitätsverbrauch zu untersuchen (Check).

3. Stabilisierung der CO2-Emissionen bei privaten Bauten mit folgenden Massnahmen: Reduktion des Verbrauchs (Sparen), Nutzung von Abwärme, Einsatz erneuerbarer Energien, rationeller Energieeinsatz und Substitution von Erdöl durch Erdgas.

 

B. Vermehrte Nutzung von Abwärme und erneuerbaren Energien

1. Mindestens das ganze Energieholz-Potenzial der Gemeinde ist zu nutzen, soweit dies volkswirtschaftlich sinnvoll und lufthygienisch tragbar ist.

2. Ortsgebundene erneuerbare Energien und Abwärme sind zu nutzen, soweit dies wirtschaftlich zumutbar ist (insbesondere Abwasserreinigungsanlage, Kleinwasserkraftwerke, industrielle Abwärme).

3. Die Option zur Nutzung der Abwärme aus der Abwasserreinigungsanlage wird offengehalten.

4. Bei den öffentlichen Bauten mit hohem Warmwasserbedarf sind Sonnen­kollektoren bzw. Abwärmenutzungsanlagen anzustreben.

5. Private Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energie (Umweltwärme, Sonne) sind zu fördern.

C. Wärme rationeller erzeugen

1. Bei grösseren neuen oder zu sanierenden Wärmeerzeugungsanlagen ist Wärmekraftkopplung anzustreben (insbesondere gasbetriebene)

 

Energieverbrauch der gemeindeeigenen Bauten

Die Energiestadt Aadorf hat den Gebäudestandard 2011 von EnergieSchweiz für Gemeinden beschlossen.