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Atemschutzübung Oktober 2008

Mehr als die Hälfte aller Feuerwehrmänner in Aadorf gehören noch der Spezialtruppe „Atemschutz“ an. Neben den zehn Mannschaftsübungen im Jahr sind noch vier zusätzliche Übungen im Atemschutz auf dem Programm. Im Ernstfall werden es wohl die Atemschützler sein, die an der Front arbeiten müssen. Dank der Atemschutzausrüstung kann auch in einer Umgebung mit Rauch oder anderen Atemgiften gearbeitet werden. Zur Spezialausrüstung gehört eine Pressluftflasche mit 2000 Liter normaler Luft als Inhalt und eine Maske. Es ist sehr wichtig, regelmässig mit dieser Ausrüstung zu üben. Erstens muss man sich an das zusätzliche Gewicht von ca. 14 kg auf dem Rücken gewöhnen, zweitens schränken die Maske und die Schläuche die Bewegungsfreiheit zusätzlich ein. Aber mit etwas Übung kann man mit diesen Behinderungen leben und weiss damit umzugehen.

Bei der Atemschutzübung vom 22. September 2008 stand „Parcours“ auf dem Programm. Zu Beginn wusste ich noch nicht, dass dieser Abend strenger als ein Abend im Fitnesscenter sein würde. Musste doch die ganze Übung in kompletter Atemschutzausrüstung absolviert werden. In 72 Minuten pumpte ich ca. 5000 Liter Luft durch meine Lungen. Unterhemd und T-Shirt waren am Ende der Übung tropfend nass!

 

Gruppenwettkampf

Immer drei Personen bildeten ein Team. Am ersten Posten mussten in 12 Minuten möglichst viele Knoten in Seile gemacht werden. Natürlich war genau vorgegeben, welche Knoten in welches Seil. Nach jedem Knoten musste das Seil gewechselt werden, das heisst, man lief auf einer Treppe jeweils ein Stockwerk hoch oder wieder runter.

Der zweite Posten war bei der Aadorfer Post. Zu Fuss ging’s mit einem Becher in der Hand die Treppe runter, mit dem Kickboard durch die Unterführung, dann wieder zu Fuss die andere Treppe hoch. Vor der Bibliothek war der Becher im Brunnen zu füllen und dann ging der ganze Weg auf dieselbe Weise wieder zurück. Am Start durften wir den Becher in einen Eimer umschütten und dann begann das Ganze wieder von vorne. Ein Pfeifton im Bodyguard kündete mir an, dass mein Luftvorrat nur noch wenige Minuten reichen würde. Zeit für einen Flaschenwechsel.

Als Radfahrer freute ich mich natürlich auf Posten drei. Auf einem Hometrainer sollte unsere Gruppe möglichst viele Kilometer zurücklegen. Jeweils einer strampelte, bis ihn seine Kräfte verliessen oder er eben fast keine Luft mehr bekam, dann durfte der Nächte ans Werk. Die Pause war gerade lange genug, um den Puls zu normalisieren und wieder normal zu atmen, aber oh je, ich bin schon wieder an der Reihe.

Bei Posten vier musste ein 20 kg schwerer Kanister mit zwei Flaschenzügen so oft wie möglich von einem Platz auf den andren verschoben werden.

Im Posten fünf kam die Eimerspritze zum Einsatz (dabei haben wir doch ein TLF!). Zu guter Letzt durften wir auf dem Schulhausplatz noch etwas Korbball spielen. Der Ball musste prellend durch einen Slalom gebracht werden, dann war ein genauer Wurf in den Korb gefragt. Nach Erfolg wurde der Ball den Kameraden zurückgeworfen, der nächste startete seine Runde. Erschwert wurde das Spiel durch die Dunkelheit. Nur dank der Helmlampe sah ich den Ball und auch das Ziel, den Korb.

Dieser Abend war eine der strengsten Übungen, die ich je gemacht habe. Sie machte aber echt Spass und förderte den Teamgeist sehr. Es tut gut, zu erfahren, zu welchen Leistungen man fähig ist und wo die persönlichen Grenzen liegen. Solche vom Kader mit Einfallsreichtum vorbereitete Übungen bereiten Freude!

 

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