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Zugsabend Zug 1 Oktober 2008

Die Feuerwehr legt auch grossen Wert auf die Kameradschaft. Im Ernstfall ist es von grosser Wichtigkeit, dass sich die Leute an der Front gut kennen, sich aufeinander verlassen können und ein eingespieltes Team sind. Sehr gefährlich kann es auch für die Kameraden werden, wenn sich einer überschätzt oder nicht offen sagt, wenn es ihm nicht mehr wohl ist. Eine gute Kameradschaft ist sicher eine gute Basis für eine offene Zusammenarbeit.

Einmal im Jahr trifft man sich zum Zugsabend. Traditionsgemäss ist dies für den Zug 1 ein Sportabend. Nach dem Hornussen im letzen Jahr stand dieses Jahr eine zweite Schweizer Sportart auf dem Programm. Unser OK-Chef Silvan Kressbach führte uns zur Schiessanlage Thurau bei Wil und wir wurden in die Kunst des Armbrustschiessens eingeführt. Während die eine Hälfte gleich zur Praxis schritt, erfuhren die anderen ein einer Kurzlektion allerlei Wissenswertes über die Sportart. Die Waffe entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem solchen Präzisionsinstrument, dass die Zielscheibe immer kleiner gemacht wurden musste, da an Wettkämpfen immer öfters mehrere Schützen das Punktemaximum schossen. Heute misst der Zehnerpunkt noch ganze 2 mm im Durchmesser, und das auf eine Schiessdistanz von 30 Metern. Der Pfeil verlässt die Armbrust mit einer Geschwindigkeit von 200 km/h und die Schusslinie entspricht einem Bogen von 40 cm Höhe. In einem Wettkampf wird immer stehend und auch kniend geschossen. Und natürlich tragen die Profis spezielle Mützen, Brillen, Jacken, Hosen und Schuhe.

Nun aber zur Praxis. Die Scheibe wird durch ein Visier genau zentriert. Zusätzlich muss eine kleine Wasserwaage ins Lot gebracht werden. Dann wird sachte der Abzug betätigt und der Pfeil saust los. Nach fünf Probeschüssen gilt es ernst. Unser Wettkampf geht über 5 Schüsse, einzeln gezeigt auf die 10er- Scheibe.

Nach einem feinen Nachtessen in der Schützenstube fand die Rangverkündigung statt. Der erste Preis war nicht ein roter Apfel, sondern ein Mohrenkopf! Er ging mit dem Maximalresultat von 50 Punkten an Dani Flatz. Die weiteren Podestplätze wurden mit zwei mal 47 Punkten belegt. Mangels Preis-Sponsoren mussten sich diese Plätze aber mit den neidischen Blicken der Kameraden begnügen.

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